
Das Cembalo ist ein historisches Tasteninstrument, das seine Blütezeit vom 15. bis 18. Jahrhundert hatte. Von anderen Tasteninstrumenten hebt es sich vor allem durch seinen hellen, obertonreichen Klang ab. Es wird, wenn es von flügelförmiger Bauart (siehe unten) ist, auch Kielflügel genannt. Die kleineren Bauformen heißen Spinett.
Das Cembalo etablierte sich in der Renaissance und erlebte seine Blütezeit durch das gesamte Barock hindurch bis es nach und nach durch den direkten Vorgänger des heutigen Klaviers das Hammerklavier (Fortepiano) verdrängt wurde. Noch Ludwig van Beethoven sieht in einigen seiner frühen Werke das Cembalo als mögliche Besetzung vor.
Die Wiederentdeckung des Cembalos fällt in das frühe 20. Jahrhundert und ist eng mit der polnischen Cembalistin Wanda Landowska verknüpft.
Mit dem Aufkommen der Historischen Aufführungspraxis für Alte Musik erfolgte auch eine Rückbesinnung auf die instrumentenbauliche Tradition und eine Hinwendung zu historischen Bauaterialien Handwerksprozesse etc.
Das Cembalo oder das Speinett kann - wenn man seinen spezifischen Klang und die mit ihm verbundene Musik mag - ein ideales Anfänger-Instrument sein. Sie werden wegen des zarteren Klanges auch keine Probleme mit den Nachbarn haben.
Unterricht auf Anfrage